• Wie schnell wird gefahren?
    Wir passen uns dem Rumänischen Verkehr an: Wir fahren zügig, ohne zu rasen.

    INNERORTS:
    Der Rumänische Straßenverkehr folgt mitunter eigenen, eher ungeschriebenen Regeln: Schilder werden eher als Empfehlungen wahrgenommen. Das gilt auch für die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. In den unzähligen Straßendörfern mit schnurgerader Durchgangsstraße hält sich kein Mensch daran. Kolonnen verringern Ihre Geschwindigkeit auf ziemlich genau 70 km/h, einzelne Lastwagen sind gerne auch mal mit 90 km/h unterwegs. Und die Besitzer von Großkarossen unterschreiten kaum den dreistelligen Bereich. Wer unter solchen Umständen versucht, auf 50 km/h herunterzubremsen, gefährdet sich und andere. Also passen wir uns den an, und schwimmen ungefährdet mit. Irre Raser lassen wir überholen und verzichten selbst bei menschenleeren Durchgangsstraßen auf Tempobolzereien. Apropos Tempo 70 km/h: Wir haben letztes Jahr mal zwei Polizisten gefragt, wie sie’s eigentlich mit Strafzetteln halten. Die Antwort: Breites Grinsen, dann wörtlich. „50 km/h sind erlaubt, 60 km/h werden offiziell toleriert, aber bei allem unter 70 km/h ist uns der Schreibkram im Verhältnis zum Strafzettel zu viel.“ Wohlgemerkt: Das gilt für schnurgerade Durchgangsstraßen ohne Kreuzung und Ampel. Im Stadtverkehr einer Großstadt geht es – zumal in der Gruppe – genauso gemächlich zu wie daheim.

    AUSSERORTS:
    90 bis 100 km/h sind für Rumänische Landstraßen meist ein angemessenes Tempo. Und zwar eines, mit dem auch die meisten LKWs unterwegs sind, wenn es nicht gerade steil bergauf geht. (Auf einer Passabfahrt sind wir spaßeshalber mal einem Tanklastwagen gefolgt und haben bei schleifenden Trittbrettern nach einem Blick auf den Tacho nur gehofft, dass er wenigstens leer ist.) Wenn wir Konvoi fahren, ist die Leitgeschwindigkeit etwas geringer. Denn die Geschwindigkeiten werden durch den Ziehharmonika-Effekt hinten ja bekanntlich höher.

    PÄSSE:
    Für Passstraßen und Serpentinengärten gibt es ja sehr unterschiedliche individuelle Geschwindigkeitsvorstellungen. Vom träumerischen Bummeln über lässig-zügiges Schwingen bis zum sportlichen Angasen. Wir wissen das. Und deshalb ist es hier, wie auch sonst auf der Tour, jedem freigestellt, seinen eigenen Rhythmus zu fahren. Sag Bescheid, verabrede einen Treffpunkt, nimm das Roadbook und fahr Dein Ding. Wir sehen uns. Für die, die mit uns in der Gruppe fahren wollen, orientieren wir uns an den Langsamsten und genießen gemütlich.

    AUTOBAHN:
    ...fahren eigentlich nur auf dem Hin- und Rückweg. Im dichten Verkehr schwimmen wir so mit, dass der Konvoi möglichst nicht auseinander reist. Ansonsten liegt das Tempo etwa bei 110 – 120 km/h, beim Überholen auch mal darüber. Diese Reisegeschwindigkeit hat sich für Gruppen unserer Größe bewährt. Man kommt einigermaßen zügig voran, kann Lastwagen auch ganz gut bei konstantem Tempo überholen und überfordert eigentlich keine Maschine. Bei Regen oder nasser Fahrbahn nehmen wir selbstverständlich Tempo raus. Allerdings wird auch bei feuchter Fahrbahn gelegentlich ein LKW oder ein Anhängergespann überholt.





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