• Transalpina und Transfagaran
    Transalpina und Transfagarasan gehören zu den weltweiten Topstrecken für Biker.

    Insofern sind die beiden die berühmtesten Strecken in Rumänien. Die Transalpina ist dabei die historisch deutlich ältere, wurde schon von den Römern angelegt, und folgt daher eher einem natürlichen Geländeverlauf. Die Transfagarasan hingegen ist ein Prestige-Projekt Ceaușescus, das mit hohem Aufwand und großem Blutzoll konstruiert und gebaut wurde.

    Daher ist die Transalpina als höchste Rumänische Straße deutlich flüssiger zu fahren, erlaubt lässiges Schwingen und beschert herrliche Panoramablicke. Die Transfagarasan hat dafür engere Kehren, ist aber noch mal spektakulärer, denn die zweithöchste Straße Rumäniens bezwingt den Berg regelrecht: 833 Brücken, 28 Viadukte, 5 Tunnels und 2 Felsdurchbrüche. Von der Passhöhe nehmen sich die beiden Straßen kaum was: Der Urdele-Pass der Transalpina liegt auf 2145 m, der höchste Punkt der Transfagarasan als zweithöchster Straße Rumäniens liegt im Balea-Tunnel auf 2042 m. Beide Straßen sind inzwischen durchgehend asphaltiert, wobei der Belag der Transalpina recht neu ist, der auf der Transfagarasan teils abgenutzt, geflickt und in Reparatur befindlich.

    Unserer Erfahrung nach ist die Verkehrsdichte auf beiden Straßen nicht mit der in den Alpen zu vergleichen. Ausnahme: An einem Feiertag, der womöglich noch auf ein Wochende fällt, führen die Rumänen Weltmeisterschaften im Picknicken durch. Dann kann es voll werden, zumal hier niemand ein Problem darin sieht, einfach irgendwo - und sei es in einer Spitzkehre - zu parken. Außerdem wird momentan an der DN67, der durchs Tal führenden, normalen Nord-Süd-Verbindung parallel zur Transalpina gebaut. Deswegen ist die DN67 immer mal wieder gesperrt und der Verkehr wird über die Transalpina (DN67c!) umgeleitet. Das kann einen dann auch LKW-Verkehr bescheren.

    Fazit: Eine Empfehlung sind definitiv beide. Die Transalpina beschert tendenziell mehr Fahrspaß, die Transfagarasan eher mehr Bergerlebnis (inklusive dem echten, aber weitgehend unbekannten Dracula-Schloss).


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