• Wir wollen zu dritt mit 3 Bikes eine 14-Tages-Tour in Rumänien starten und suchen jemand, der unsere 3 Motorräder ( und ev.uns) von Süddeutschland (vorzugsweise Regensburg) nach Rumänien transportiert.
    Was kostet sowas? Habt Ihr Tipps?
    Hallo,

    Du stehst vor der gleichen Frage, die wir uns (als Profis) seit langem stellen. Vielleicht interessiert Dich unsere Sicht.

    Wenn Du aus Norddeutschland kommst, ist der Autoreisezug nach Wien eine Option, um dann von dort am Folgetag in einem Rutsch die gut 500 km nach Rumänien runter zu reißen. Nun kommst Du aber (wir sagen bewusst nicht leider, weil's da so schön ist) aus Regensburg. Wir haben das auch von da schon mal in einem Rutsch bis Oradea gemacht. Allerdings alleine und ohne Gruppe. Wenn man das will, geht's gar nicht darum, zu rasen. Man muss nur den kleinen Wehrmutstropfen akzeptieren, dass man Ungarn auf der langweiligen, weil brettebenen Autobahn durchquert.

    Die Sache mit der Spedition diskutieren wir immer mal wieder mit unseren Kunden. Wenn jemand das will, machen wir das durchaus, nur fragen wir immer: Welchen Vorteil erhoffst Du Dir? Wenn man's dann durchdenkt, lohnt es sich meistens nicht. Hier die Argumente: Zunächst einmal hat man einen gewissen Organisatorischen Aufwand, wenn das Bike abgeholt wird. Wer normal arbeitet, muss sich dafür meist mindestens einen halben Tag frei nehmen. Dann ist die Frage, wo das Bike in Rumänien hingeliefert werden soll, und wie und wo es gelagert wird. Am besten wäre natürlich die zeitliche Koordination mit einem Flug, so dass man direkt nach Abholung des Bikes in Deutschland startet und es in Rumänien selbst wieder in Empfang nimmt. (Die Spedition braucht in der Regel 30 – 48 Stunden.) Aber das ist Stress, weil man sich nie auf eine Stundengenaue Abholung in Deutschland verlassen kann. Meistens kommen wir ungefähr an dem Punkt mit unseren Kunden zu dem Schluss, dass es eine Menge Geld kostet, stressig ist und dabei nicht wirklich Zeit spart.

    Sich selbst einen Transporter zu mieten und auch selbst zu fahren (es gibt inzwischen Autovermietungen, die spezielle Motorradtransporter anbieten) ist natürlich möglich, aber wegen der Einwegmiete auch vergleichsweise teuer.

    Wenn jemand von Euch eine Anhängerkupplung hat, käme natürlich ein Hänger in Betracht. Nur, denn muss man in der Saison als Mietangebot erst mal finden. Dann muss man die Miete auch für die Zeit zahlen, in der der Hänger auf die Rückkehr zum Ausgangspunkt in Rumänien auf Euch wartet. Schließlich muss man für Auto und Hänger einen Parkplatz finden und zahlen. Und dann schränkt einen das bei der Routenplanung ein, weil man nicht - was sich für Rumänien anbietet - in Oradea reingeht und in Arad wieder raus.

    Noch eine an sich schöne Möglichkeit, die für Regensburger aber auch net wirklich praktisch ist: Mit dem Autoreiesezug von Düsseldorf nach Istanbul, dann von dort ins gar nicht so weite Rumänien. Dann kommt ihr über Vama Veche rein, was man auch mal gesehen haben muss (echter Hippieh-Hotspot). Aber dann müsstet ihr erst mal ein paar Hundert Kilometer in die "falsche" Richtung, da man auf den Zug nirgends unterwegs aufsteigen bzw. beiladen kann.

    Die Autoreisezüge haben wir auf unserer Homepage mal zusammengestellt:
    http://romotour.de/Autoreisezuege

    Da Ihr nur zu dritt seid, könntet ihr noch etwas anderes in Erwägung ziehen: Wenn Ihre einen Kleinspediteur findet, der beispielsweise einen Sprinter mit Doppelkabine hat, könnte der Euch drei samt Eurer Maschinen hinbringen. Zeit spart das sicher nicht und auch keine Kohle, aber immerhin die Kilometer der Anfahrt.

    Lange Rede kurzer Sinn – Unsere Empfehlung (und "überraschender" Weise machen wir's selbst so) ist: Wenns gemütlich sein soll eine Etappe nach Wien, dort auf einen Kaffäh gehen, und tags drauf in einem Rutsch durch Ungarn bis Oradea.

    In jedem Fall wünschen wir Euch DRUM BUN

    Paula und Eddy


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