• Sind die Rumänischen Hunde – und sonstigen Tiere – gefährlich?
    Nicht für denjenigen, der sich vernünftig verhält.

    In Rumänien gibt es - insbesondere in den ländlichen Gegenden - eine für unsere Verhältnisse relativ große Zahl freilaufender Tiere. Du musst also grundsätzlich damit rechnen, dass Pferde, Kühe, Schafe oder auch Esel einfach mal so auf der Fahrbahn stehen, ohne dass sich erkennbar irgendein Hirte darum kümmern. Zudem gibt es in Rumänien auch wild lebende Esel etc. Glaube bloß nicht, dass Du einen Esel, ein Pferd oder gar eine Kuh mit Deinem Bike sonderlich beeindruckst. Selbst auf der Straße liegende Hunde bleiben einfach liegen. Weil sie gewohnt sind, dass die Rumänen ganz gelassen um sie herum fahren. Also: fahre einfach auf Sicht.

    Und es gibt in Rumänien eine große Zahl herrenloser Hunde. Die laufen dort so und in solcher Anzahl rum, wie in Deutschland streunende Katzen. Manchmal nerven sie Dich, weil sie betteln, wenn Du irgendwo isst. Und natürlich sind sie darauf geprägt, möglichst "süß" dreinzuschauen, denn das ist ja ihr Erfolgsrezept. Aggressiv haben wir diese Hunde noch nie erlebt. Ganz im Gegenteil. Wenn Du aus Deutschland kommst, werden Dir die Rumänischen Hunde in der Regel ausgesprochen servil-unterwürfig vorkommen. Wenn Dich bettelnde Hunde stören, können wir Dir nur eines raten: Keine Aufmerksamkeit widmen, keine freundliche Ansprache und vor allem: Nicht füttern! Dann dann kann es sein, dass Du sie nur schwer wieder los wirst. Die Gefahr besteht, um einen befreundeten Tour-Guide zu zitieren, vor allem darin, dass "sie Dir Dein Herz brechen".

    Andere Geschichten hört man immer mal wieder über angebliche Rudel Rumänischer Hirtenhunde. Die Standardgeschichte ist: Sie haben irgendjemanden gestellt und der musste dann warten, bis nach einer Ewigkeit der Hirte kam, um die Hunde endlich zurückzurufen. Und dann gibt es natürlich angeblich noch ganz schlimme herrenlose Horden dieser Hirtenhunde in den Karpaten. Schauermärchen! Aber immer wieder nett, um beim Abendlichen Bier andere zu beeindrucken. Wir jedenfalls haben zwar schon mal einen Bären auf der Straße gesehen, aber noch nie eine Horde von Hirtenhunden. Und auf irgendwelchen kleinen Haltebuchten in den Karpaten, wurden wir auch von großen Hunden maximal mal angebettelt. Also: Glaube nicht an Schauermärchen!

    Schließlich gibt es noch die wirklichen Schäfer- bzw. Hirtenhunde. Die triffst Du, wenn Dir eine Schafherde begegnet. Wir wünschen Dir das, weil es einfach schön ist, diese Herden aus der Nähe zu erleben. Diese Hunde betteln nicht, sie haben einen Job: Die Herde zu bewachen. Und den nehmen sie ernst. Konkrete Situation: Du näherst Dich einer Herde, die vielleicht gerade auf oder über die Straße läuft. In der Regel werden sich dann ein, zwei Hirtenhunde zwischen Dich und ihre Herde stellen. Und sie werden bellen. Das übersetzt Du – wie überall auf der Welt – mit "STOPP". Also bleibst Du einfach stehen. Die Hunde werden natürlich weiter bellen. Cool bleiben. Die wollen nur sicher gehen, dass Du sie verstehst. Außerdem wird Dich auf diese Weise der Schäfer oder Hirte bemerken. In der Regel dirigiert er dann seine Herde so, dass Du eine Gasse bekommst, winkt Dir, und Du kannst durchfahren. Also alles eigentlich ganz einfach: Respektiere den Hund, fang keine Auseinandersetzung an, richte Dich nach den Zeichen des Schäfers. Und alles ist gut.

    Fazit: Wir führen weder Stock noch Pfefferspray mit, denn aus unserer Sicht stellen Hunde in Rumänien kein besonderes Problem dar. Außer vielleicht für Dein Herz, dass sie Dir brechen, aber das ist ein anderes Thema...


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