• Arzt und Krankenhaus
    Wir haben durchaus positive Erfahrungen mit dem Rumänischen Gesundheitssystem:

    Die Ärzte sind gut ausgebildet, freundlich und hilfsbereit.
    Das Equipment ist zwar häufig etwas älter, wird dafür aber um so professioneller eingesetzt.


    Eine eigene extreme, aber gute Erfahrung

    Konkret kamen kam ich mal mitten in der Nacht als einer der ersten zu einem schlimmen Verkehrsunfall. Auf einer Landstraße kurz vor der Ukrainischen Grenze hatte es eine Fahrradfahrerin böse erwischt. Während ich erste Hilfe leistete, bekam ich große Angst, wie es nun weiter gehen würde. Die Frau war schwerverletzt und selbst der Autofahrer stand böse unter Schock. Die etwas dilettantischen Absicherungs-Bemühungen der schnell eintreffenden Polizei machten mich nicht zuversichtlicher. Und als der Krankenwagen kam, dacht ich, wir drehen einen Film über die 70er-Jahre. Das war ungerecht, wie sich dann herausstellte: Zwei(!) Notärzte, und zwei Sanitäter, entstiegen dem betagtem, aber bestens ausgestattetem Vehikel: Stifneck, Intubator, EKG, Beatmungsgerät, Schaufeltrage, Spineboard ... das volle Programm. Und dann haben sie die Frau, die sicher nicht reich war(!), eine dreiviertel Stunde lang nach allen Regeln ärztlicher Kunst erstversorgt und stabilisiert. Das hat man selbst in den USA schon ganz anders erlebt. Als ich die Frau zwei Tage später im Krankenhaus besuchte, war das Haus zwar marode, das Zimmer aber sauber und mit allen nötigem Gerät ausgestattet. Und dank Kernspinn wusste man inzwischen auch, dass die Frau Glück im Unglück hatte: Wirbel zwar angebrochen, aber Rückenmark nicht geschädigt. Uff!


    Arztbesuch in Rumänien

    Angesichts dessen, dass eine Auslandskrankenversicherung kaum 10 Euro im Jahr(!) kostet, ist das natürlich jedem zu empfehlen. Nichtsdestoweniger ist es in Rumänien üblich, dass Ärzte zusätzlich von den Patienten Geld verlangen. Klingt jetzt wieder korrupt. Tatsache ist aber, dass ein angestellter Arzt auf dem Land oft keine 500 Euro Monatseinkommen hat. Und davon ist auch in Rumänien eine Familie schwer durchzubringen. Ein Arzt, den wir kennen (und schätzen), macht es deswegen so: Von den armen Schluckern nimmt er nix, wer aber ein Auto fährt, dessen Wert an ein rumänische Lebenseinkommen heranreicht, zahlt auch bei ihm was. Wir halten es so, dass wir grundsätzlich 10 Euro zahlen, sozusagen als "freiwillige Praxisgebühr". Und das spart man dann wieder, wenn man Medikamente braucht. Die kosten in Rumänien nämlich nur einen Bruchteil der deutschen Preise.

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