Bewertung der August-Tour 2017

Karsten-Gaestebuchbild-P1060338__small

Fairer und kritischer Eindruck der Reise

Heute liegt die Reise gut 5 Wochen zurück und es verwundert mich ein wenig, dass kaum Gästebucheinträge zu finden sind. Ich vermute, dass den meisten Tour-Teilnehmern/innen aus 2017 die massiven Beiträge dazu in den Internet-Motorradforen bekannt sind. Nun einen fairen sowie auch kritischen Eindruck der Reise (was sich der Veranstalter durchaus gewünscht hatte) zu schreiben und dabei die sehr heftigen Auseinandersetzungen in den genannten Foren zu ignorieren, ist kaum möglich. Ich will es trotzdem versuchen.

Grundsätzlich halte ich die Geschäftsidee von „Paula & Eddy“, nein, eher umgekehrt; von Eddy & Paula, also RomoTour für durchaus interessant. Rumänien als Reiseland zu erschließen sowie schöne Strecken für Motorradfahrer/innen mit Service und Sehenswürdigkeiten zu organisieren, soll und kann neben einem „Reiseabenteuer unter Freunden“ auch den europäischen Gedanken weiter befördern.

Der Reisepreis war, angesichts Begleitfahrzeug, Gepäcktransport, Hotelauswahl, eingeschlossener Nebenkosten sowie drei Begleitpersonen für mich in Ordnung.

Die Auswahl der Strecken sowie der „angekündigten“ Sehenswürdigkeiten hat mir gefallen.

Karsten-Gaestebuchbild-P1060338__small

Fairer und kritischer Eindruck der Reise

Heute liegt die Reise gut 5 Wochen zurück und es verwundert mich ein wenig, dass kaum Gästebucheinträge zu finden sind. Ich vermute, dass den meisten Tour-Teilnehmern/innen aus 2017 die massiven Beiträge dazu in den Internet-Motorradforen bekannt sind. Nun einen fairen sowie auch kritischen Eindruck der Reise (was sich der Veranstalter durchaus gewünscht hatte) zu schreiben und dabei die sehr heftigen Auseinandersetzungen in den genannten Foren zu ignorieren, ist kaum möglich. Ich will es trotzdem versuchen.

Grundsätzlich halte ich die Geschäftsidee von „Paula & Eddy“, nein, eher umgekehrt; von Eddy & Paula, also RomoTour für durchaus interessant. Rumänien als Reiseland zu erschließen sowie schöne Strecken für Motorradfahrer/innen mit Service und Sehenswürdigkeiten zu organisieren, soll und kann neben einem „Reiseabenteuer unter Freunden“ auch den europäischen Gedanken weiter befördern.

Der Reisepreis war, angesichts Begleitfahrzeug, Gepäcktransport, Hotelauswahl, eingeschlossener Nebenkosten sowie drei Begleitpersonen für mich in Ordnung.

Die Auswahl der Strecken sowie der „angekündigten“ Sehenswürdigkeiten hat mir gefallen.

Trotz meiner umfassenden Erfahrungen mit selbstorganisierten Motorradreisen habe ich mich mit dieser Tour ein zweites Mal für eine organisierte Reise entschieden. Allerdings auch ein letztes Mal. Das wichtigste einer Gruppenreise sind die Teilnehmenden. Und damit hatten wir ausgesprochen Glück! Dennoch soll hier nicht verschwiegen werden, dass die Reise besonders durch persönliche Befindlichkeiten von Eddy geprägt und teilweise belastet wurde. Der Zusammenhalt in der Gruppe war dagegen großartig. Wir 13 Leute aus Österreich Schweiz, Süddeutschland sowie zwei „Nordlichter“ sind dabei Freunde geworden. Allein die verschiedenen Dialekte und „landestypischen Eigenheiten“ unter uns, haben uns immer wieder köstliche Späße bereitet. Mein Hotelzimmer habe ich mir auf Vorschlag des Veranstalters mit Alex geteilt, was auch richtig prima war. Danke für die gute Freundschaft, die daraus entstanden ist. Doch nun zu den Reisetagen: Dass gutes Wetter beim Motorrad fahren eine wichtige Sache ist, muss nicht besonders betont werden. Bis auf einen halben Regentag hatten wir prima Wetter. Auf wechselnde Straßenverhältnisse waren wir vorbereitet und dass die Hotels und deren Service nicht immer ganz perfekt erwartet werden können, wusste jeder Teilnehmer vorher. Da gab es eigentlich nur zwei Ausreißer, die ich nicht dramatisch fand. Kritisch anmerken will ich hier allerdings, und das habe ich auch in der Abschlussrunde zum Ausdruck gebracht, dass bei einigen Tagesetappen häufig durch das Verhalten von Eddy viel Zeit vertrödelt wurde, der Zeitaufwand oft erheblich höher als angekündigt war sowie manche angekündigte Sehenswürdigkeit ausgefallen ist. Schade, besonders um das Salzbergwerk und um das Blaue Kloster! Vor dem Hintergrund, dass Eddy die Tour mehrfach in der Saison Jahr fährt und er auch immer wieder auf seinen erheblichen Organisationsaufwand hingewiesen hat, wirkte dies auf mich unprofessionell.

Die bekannten Passstrecken Transalpina und Transfagarasan sind absolute Leckerbissen und andere Strecken auch!
Gut ausgesucht.

Im Wassertal kam die Unterbringung im „Hotelzug“ mit den engen Abteils nicht bei allen Teilnehmenden gut an. Wir hatte es aber so gebucht und ich nahm es angesichts meiner Autoreisezugerfahrungen auch eher sportlich. Das „Dinner“ in Brigittes Salonwagen war als besonders 3-Gänge-Menue großartiger angekündigt, als es nachher war. Brigitte und ihre Servicekräfte sind aber sehr nett. Dass nachts die unter den Wagen halbwild lebende Hundemeute durch die Gänge tobte, fand ich nicht nur störend, sondern auch unhygienisch. Romantik beim Lagerfeuer am Fluss? Derart verdreckte „Sitzgelegenheiten“, um die man sich wohl auch mit den Hunden hätte streiten müssen, wenn es das Wetter an dem Abend zugelassen hätte – nein danke. Die Fahrt mit der Dampfeisenbahn durch das Wassertal fand ich abenteuerlich schön! Ein echtes Highlight der Tour.

Sibiu, Schäßburg, Kirchenburgen, Holzkirchen, Skulpturenpark im Wald, usw. – kleine Juwelen des Landes. Der vorletzte Abend auf dem Bauernhof war sehr schön, was sicherlich auch immer wetterabhängig ist. Was aufgetischt wurde, schmeckte mir ausgezeichnet und auch aus der Gruppe gab es ein ähnliches Feedback. Andere Begebenheiten des Abends bleiben Gruppenintern.

Zur Organisation und Reiseleitung ist aber noch einiges zu sagen. Der Aufwand, den er betreibt, ist bisweilen größer, als notwendig, seine „Hilfsbereitschaft“ unterwegs manchmal erdrückend. An anderer Stelle, wo er sich kümmern sollte, fehlt dieses. Auch wenn er sein Angebot als „eine Reise unter Motorrad-Freunden“ verstehen möchte; er ist und bleibt Dienstleister und die Teilnehmenden seine Kunden. Die Kundschaft beurteilt die eingekaufte Leistung und nicht den Aufwand des Leistungserbringers.

Das der Reisepreis als Vorauszahlung geleistet werden musste, halte ich für üblich. Dass dafür auch eine entsprechende Leistung erwartet werden kann, für selbstverständlich. Da sind Anmerkungen, dass man für sein anvertrautes Geld ja auch etwas bekommt, völlig überflüssig, Eddy. Die eigene Bezeichnung „Roadcapt´n“ mag ein Synonym dafür sein, wie er sich als Mittelpunkt der Reise versteht und ist aus meiner Sicht eher unglücklich gewählt. Gleiches gilt für das morgendliche „Briefing“. Die regionalen Vortreffen sind sicherlich gut gemeint, aus meiner Sicht jedoch entbehrlich. Dass man nach der Anmeldung mehrfach angerufen wird, um alles zu erläutern, ist guter Service. Auf den Vortreffen sowie in den morgendlichen „Briefings“ wird alles mehrfach wiederholt. Marketing, Marketing, Marketing. Es rate, mehr Augenmerk auf Einhaltung der versprochenen Leistungen sowie auf Qualität und kundeorientierte Kommunikation zu lenken.

Zuletzt kann ich nicht umhin, anzumerken, wie unprofessionell die Motorradbekleidung der Reiseleitung auf mich wirkte. Jeans, auch wenn diese aus (dünnem)Leder sind und Wanderschuhe bieten im Fall der Fälle wenig bis keine Sicherheit, ebenso Turnschuhe oder Wanderstiefel sowie Halbschalenhelme. Was Kunden da für sich in Ordnung finden, ist deren Sache. Aber als Veranstalter, der auch noch Marktführer sein will, sollte man anders auftreten. Hat ROMOTOUR eine Zukunft? Ob Eddy einige der ehrlich gemeinten Ratschläge, die auch außerhalb dieses Beitrags von lebenserfahrenen Menschen gegeben wurden, beherzigt – dann vielleicht.

Karsten

 

Hallo Karsten!

Herzlichen Dank für Deine ausführliche, ehrliche und faire Kritik. Sie ist so, wie wir Dich kennen lernen durften: Gerade heraus, sachlich und gegebenenfalls in der Sache auch mal hart. Und sie hat, nichts, aber auch gar nichts mit dem Shitstorm und dem Dreck zu tun, der andernorts im Netz über uns ausgekübelt wird. Gerne wiederholen wir daher öffentlich, was wir Dir schon persönlich gesagt haben: Wir nehmen Deine Kritik an und erst.

Du monierst, dass wir zu sehr betont hätten, welchen Aufwand wir betreiben und wie sehr wir uns ins Zeug legen. Ja, wir sind stolz auf ROMOTOUR und manchmal gehen uns dann einfach die Pferde durch. Aber wir werden, auch als "Südländer" künftig etwas mehr Dein hanseatisches Mottto "Mehr sein als Schein" beherzigen.

Thema Befindlichkeiten: Ja, Du hast Recht. Mehr Gelassenheit tut allen gut. Übrigens auch uns selbst.

Thema Über-Betreuung: Du fandest manche Info entbehrlich oder zu oft wiederholt und die Hilfestellung beim Einparken ist Dir sauer aufgestoßen ("Kindergarten"). Leider sind nicht alle Gäste so erfahrene Tourenfahrer und disziplinierte Zuhörer wie Du. Mancher braucht halt ein bisschen mehr Erklärungen, Hilfestellungen oder auch Wiederholungen ...

Du fandest es schade, dass zwei POIs (Saline und eines der beiden Klöster) nicht geschafft wurden. Das fanden wir auch schade! Einmal lag's am Wetter, das andere Mal daran, dass wir - mit Dir zusammen - bei einem Unfall geholfen haben.

Thema "Kleidung der Reiseleitung": Deine Sorge um uns ehrt Dich, allerdings können wir Deine Kritik hier nicht nachvollziehen. Unsere von Dir monierten Hosen sind spezielle Motorrad-Lederkleidung mit zusätzlichen Protektoren erhöhter Schutzklasse. Ebenso Paulas "schicke" rote Lederjacke. Unsere Helme (Nolan / X-Lite / Skorpion ) sind Klapp-/Modul-/Jet-Helme der höheren Preisstufe. Keine "Halbschalen" sondern – auch versicherungstechnisch – zugelassene Helme mit E-Prüfzeichen.

Fazit:
Danke für Deine Kritik. Deine Anregungen (hanseatisches Motto, Gelassenheit...) werden wir aufnehmen. Was Dir gefallen hat (Streckenführung, Städte als "Juwelen des Landes", Waldskulpturenpark, Dampfzugfahrt, Förderung des Europa-Gedankens usw.) werden wir beibehalten und so gut es geht ausbauen.

Dir allezeit gute Fahrt, oder wie wir sagen: DRUM BUN!

Paula & Eddy